Customer Success Story
Verbrauch auf einer Plattform Im Blick
Die Herausforderung für Smurfit Westrock ist, Energiespitzen in den Werken zu identifizieren, denn das Unternehmen nutzt jede Gelegenheit, um nachhaltiger zu handeln. Deshalb suchte der Papierverpackungshersteller zunächst für seine französische Werke nach einer Lösung, die den Energieverbrauch identifiziert, überwacht und stets analysiert.
Die Lösung hat der Weltkonzern mit Power-Adapt gefunden. Mit dem Energieüberwachungssystem können auf einfache Art und Weise Messungen zum Energieverbrauch an unterschiedlichsten Maschinen und Anlagen vorgenommen werden. Die Messergebnisse können direkt in der webbasierten Benutzeroberfläche eingesehen und analysiert werden. Neben Energie misst das einfach zu integrierende System durch zusätzliche Sensoren auch die Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den Werken. Durch den zusätzlichen Pulse-Transmitter PowerPulse werden die Zähler unter Nutzung der Impulsausgangszähler zu kommunizierenden Zählern. Smurfit Westrock hat Zähler für Druckluft und weitere Zähler, wie zum Beispiel für Gas, Wasser oder Dampf an den Transmitter angeschlossen und kann so den Verbrauch auf der Power-Cloud-Plattform sehr einfach analysieren.
Der Mehrwert: Nach rund 9 Monaten konnte die Energieeffizienz dank der Retrofit- Lösung Power-Adapt in 20 Werken gesteigert werden. Dies bedeutet 57 % weniger Stromverbrauch außerhalb der Produktionszeiten. 7 weitere französische Werke sollen in Kürze mit Power-Adapt ausgestattet werden.
Herausforderung
Sicherheit hat für das Unternehmen und jeden Mitarbeiter oberste Priorität und ist richtungsweisend für Investitionen und Management in allen Werken. Dabei stets nachhaltig und umweltbewusst zu handeln, hat bei Smurfit Kappa und Westrock, die sich im Sommer 2024 zu Smurfit Westrock zusammengeschlossen haben, ebenfalls einen hohen Stellenwert. Deshalb recycelt das Unternehmen schon seit Jahren den Rohstoff Altpapier. Aber das ist längst nicht alles, was in Bewegung gesetzt wird, um nachhaltig zu handeln.
An die Welt von morgen denken ...
„Unser Ziel ist es, bis 2050 mindestens Netto-Null-Emissionen zu erreichen und die Emissionsintensität fossiler Brennstoffe bis 2030 um 55 % zu senken“, so fasst der Projektmanager Lionel Bernard die Ziele des Weltkonzerns zusammen. Er selbst muss den Überblick über 39 französische Verpackungswerke behalten. Um die Energieeffizienz zu steigern, verfolgt Smurfit Westrock daher ein ganzheitliches Konzept. „Flattert von unserem Energieversorger die Rechnung für den Stromverbrauch rein, so sind dies enorme Summen, die zustande kommen. Grob wissen wir natürlich, in welchen Bereichen besonders viel Energie benötigt wird, aber nicht so genau, um davon umweltbewusste und nachhaltige Maßnahmen ableiten zu können, so der Projektmanager.“
Energiefresser identifizieren, aber wie?
Für den Verpackungsexperten steht fest, Energieverschwendung darf nicht sein. Deshalb muss eine Lösung her, um die Energiequellen zu identifizieren, die viel Strom benötigen. Dazu zählen Wellpappenmaschinen, Druckmaschinen, Stanzmaschinen, Kompressoren, Abfallsysteme, Beleuchtung und vieles mehr.
Nachhaltig produzieren – bedeutet auch Wasser sparen
Um Wasserverschwendung zu vermeiden und Wasser nachhaltig aufzubereiten, untersucht die Instandhaltung regelmäßig Anlagen auf Wasseraustritte, nimmt Wassereffizenz-Analysen vor und verwendet Brauchwasser mehrfach. Aber auch das ist dem Unternehmen noch zu wenig. Um das Energie- und Wassermanagement zu optimieren, suchte Smurfit Westrock nach einer Lösung, welche die Nachhaltigkeitsziele vorantreibt. Und das sollte sehr schnell geschehen. Zufällig meldete sich in dieser Phase der Überlegungen Eco Adapt, ein französisches Unternehmen, das seit März 2023 hundertprozentig zu Schaeffler gehört, bei Smurfit Westrock und stellte sein Energieüberwachungssystem vor. Nach mehreren Gesprächen mit dem heutigen Schaeffler Mitarbeiter, entschied sich Smurfit Westrock für die Schaeffler Lösung.
Wenn Sie mehr über den Kunden erfahren möchten, können Sie hier die PDF-Datei der Customer Success Story herunterladen.
Lösung

1. Die Rogowski-Spulen oder Strommesszangen messen die Ströme der Phasen. Dabei kann der Abstand der Messeinheit bis zu 10 Meter betragen. Der Anschluss erfolgt über Kabel.
2. Die Messeinheit Power-Elec misst den Strom über 6 x 3- Phasen-Stromkreise oder 18 x 1-Phasen-Stromkreise bis max. 3.500 A. Die Kommunikation erfolgt wahlweise über BACnet, Modbus oder über LoRa WAN.
3. Der Pulse-Transmitter Power-Pulse verwandelt Durchflussmesser mit Impulsausgang in kommunizierende Zähler. Beispiele hierfür sind Wasser, Strom, Wärme oder Gas.
4. Weitere drahtlose Sensoren für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2 lassen sich leicht integrieren.
5. Das Gateway erfasst, verarbeitet und überträgt Energiedaten aus verschiedenen Quellen, stellt via LTE eine Verbindung zur cloudbasierten Plattform her. Über LoRaWAN kommuniziert das Gateway und nimmt Verbindung zu weiteren Sensoren (Temperatur usw.), dem Pulse-Transmitter und der Messeinheit Power-Elec auf.
6. Die Power-Cloud erfasst den Verbrauch der verschiedenen Geräte und analysiert die Effizienz der Prozesse und der Infrastruktur.
7. Das User Interface schafft Transparenz über Verbrauchs- und Qualitätsdaten in verschiedenen Maßstäben und ermöglicht Energieeffizienzanalysen.
Tieferer Einblick

Komfortable Visualisierung für mehr Transparenz
Alle Daten kann sich der Verpackungshersteller auf unterschiedliche Arten anzeigen lassen, eine dieser Ansichten ist oben abbgebildet. Die Tortendiagramme zeigen die Aufteilung des Verbrauchs nach Zone, Nutzung oder Aggregat.
Die Balkendiagramme zeigen den Stromverbrauch pro Tag und die Farben entsprechen den Produktionsbereichen.
Das Diagramm zum Energieverbrauch zeigt den Vergleich zwischen den letzten 7 Tagen und den 7 Tagen davor. Zu sehen sind die Trends zwischen beiden Zeiträumen und die Leistung am Wochenende.
Was bringt‘s?
Mit den Erkenntnissen können potenzielle Einsparungen detektiert, Maßnahmen definiert und umgesetzt werden. Zusätzlich geben benutzerdefinierte Dashboards ebenso wie Alarme individuell Informationen, die als Grundlage zur Analyse dienen. Berichte können definiert und einfach per Mail versendet werden. Ein Highlight bietet die Organigrammdarstellung des Anlagenlayouts. Hier kann Smurfit Westrock die Einzelverbräuche in Prozent und Kilowattstunden in Relation zum Gesamtverbrauch mit einem Blick erfassen. Benchmarking wird so zu einem Kinderspiel.